Kultur hält eine Gesellschaft zusammen

Gesellschaft ohne Kultur gibt es nicht, Die Beschäftigung mit Kultur ist die Atemluft einer lebendigen Gesellschaft. Hierin spiegelt sich das reale Leben. Die Heinz und Heide Dürr Stiftung konzentriert sich im Bereich Kultur auf die Förderung des deutschsprachigen Theaters. Sie unterstützt Theaterautoren sowie herausragende Theaterinszenierungen und initiiert seit mehreren Jahren auch kulturelle Projekte in Verknüpfung mit ihren anderen Stiftungszwecken.

In Deutschland besteht ein Konsens darüber, dass Theater öffentlich gefördert werden. Es gibt über hundert Stadttheater und über zweihundert freie Theater. Die Endlichkeit der Mittel verhindert aber oft, dass neue, also riskante Stücke gespielt werden. Wir brauchen neue Stücke, denn im Theater werden aktuelle Themen zum gelebten Dialog zwischen Theatermachern, Schauspielern und Zuschauern. Theater ist so gesehen ein Stück Arbeit an der Gesellschaft.

Stücke werden erst mit einem Publikum Theaterstücke. Sie sind nicht nur geschriebener Text, sie müssen erzählbar und spielbar sein. Wir, die Zuschauer, sind interaktiv dabei, leben, leiden und freuen uns mit den Schauspielern. Theaterstücke erregen das Publikum, das ‚naturgemäß’ im Theater „gefangen“ ist. Wegzappen geht nicht, höchstens in der Pause gehen – wenn es denn eine gibt.

Damit die Leute nicht gehen, braucht es zuallererst gute Autoren, dann gute Regisseure und natürlich hervorragende Schauspieler. Die Stiftung unterstützt vor allem Autoren, die für das Theater Stücke schreiben. Sie ermöglicht Uraufführungen, um neue und wesentliche Impulse zu geben. Sie möchte zu einer Vernetzung zwischen Autoren und Theatern beitragen, denn es ist wichtig, dass Autoren wissen, wie es im Theater abläuft und ein Stück szenisch aufgezogen wird. Die Förderschwerpunkte der Stiftung liegen in Berlin.

Zu einer funktionierenden Gesellschaft gehört auch die Kultur. Sie setzt die Rahmenbedingungen. Deswegen engagieren wir uns in diesem Bereich.

Heinz Dürr