Kooperation
Komische Oper Berlin

Opernworkshops in Anlehnung an Early Excellence

Durch finanzielle Unterstützung der Stiftung bietet die Komische Oper Berlin Workshops für Familien aus Kitas an, die nach dem Early Excellence Ansatz arbeiten. An den Grundsatz angelehnt, Eltern in die Bildungsprozesse ihrer Kinder frühzeitig einzubinden, nehmen bei diesem Kooperationsprojekt Kinder gemeinsam mit ihren Eltern oder anderen Familienmitgliedern an einem Opernworkshop teil. Die Workshops dienen der Vorbereitung auf eine Kinderoper in der jeweiligen Spielzeit. Danach werden die Familien zu einer Aufführung eingeladen. Familien unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft wird somit die Gelegenheit gegeben, gemeinsame Bildungserfahrungen zu sammeln, die sie verbinden und mit denen sie sich auseinandersetzen können. Die Stiftung ermöglicht unterschiedlichen Berliner Trägern - wie dem Pestalozzi-Fröbel-Haus, dem FIPP e.V. und Einrichtungen insbesondere aus Berlin Friedrichshain-Kreuzberg - die Teilnahme an dem Programm.

Die Kooperation mit der Komischen Oper startete im Jahr 2009. Die Stiftung übernimmt u.a. die Kosten für die Organisation und die Personalausstattung der Workshops und beteiligt sich an den Kosten für die begleitenden Materialien der Kinderopern (Bücher, CDs etc.), die damit kostenlos den Workshop-Teilnehmenden zur Verfügung gestellt werden können. Seit 2015 werden zusätzlich Musiktheaterworkshops für pädagogische Fachkräfte angeboten, die die Anregungen durch das Projekt in der praktischen Arbeit verstetigen sollen.

Auf folgende Kinderopern konnten sich die Workshop-Teilnehmer bisher einstimmen lassen: Pinocchio, die Rote Zora, die Schneekönigin, die Insektenoper Mikropolis, Ali Baba und die 40 Räuber, des Kaisers neue Kleider, das Gespenst von Canterville, Schneewittchen und die 77 Zwerge unter Peter Pan. In diesem Jahr stehen die "Bremer Stadtmusikanten" auf dem Programm.

Seit Förderungsbeginn haben insgesamt rd. 120 Workshops mit jeweils 25 Teilnehmern stattgefunden. Etwa 3.000 Teilnehmer haben die Workshops besucht. Es wurden also über 1.000 Familien mit unterschiedlichem sozialen und kulturellen Hintergrund sowie pädagogische Fachkräfte aus verschiedenen Einrichtungen erreicht.

Die 3.000 Teilnehmer sind die Alumnis des Projekts, die jedes Jahr wieder zu einer neuen Kinderopernpremiere eingeladen werden. Das Alumnitreffen findet in 2017 bereits zum achten Mal statt.

Die Stiftung hat in Kooperation mit der Komischen Oper Berlin eine Broschüre veröffentlicht, in der das Projekt genauer beschrieben wird.

Wird der Kulturbegriff weiter gefasst, endet kulturelle Bildung weder am Schultor noch an den Kita-Pforten.

Heinz Dürr

Aktuelles

Die aktuelle politische Situation vornehmlich in der arabischen Welt hat eine starke Zuwanderung von Flüchtlingen in Deutschland verursacht. Eine große Zahl von Menschen erreicht Deutschland. Die Heinz und Heide Dürr Stiftung unterstützt die Komische Oper Berlin bei einem Pilotprojekt zur sprachlich-kulturellen Integration dieser Flüchtlinge. Bei dem Projekt geht es um die langfristige Zusammenarbeit mit Kinder und ihren Eltern in Willkommens- und Regelklassen in Berliner Grundschulen. Durch Musik und Theater sollen Flüchtlingskinder Deutsch lernen, an westliche Musik herangeführt werden und gleichzeitig die Möglichkeit haben, die Musiken ihrer Heimat mit einfließen zu lassen.

© Aurelio Schrey