Early Excellence

Was ist Early Excellence?

Das umfangreichste Projekt der Stiftung ist der Aufbau von Early Excellence Centers (EEC) in Deutschland. Der Ansatz der EEC’s wurde in der einstigen britischen Stahlstadt Corby im Pen Green Center als Modellprojekt entwickelt und ist in späteren Regierungsprogrammen aufgegangen. Heute erfolgt in Großbritannien ein flächendeckender Ausbau integrierter Einrichtungen unter der Bezeichnung „Sure start“ und „Children Centers“. Jedes Kind ist exzellent, ist einzigartig und hat ganz besondere Potenziale. Der Ansatz verpflichtet sich, diese Potenziale zu erkennen und zu fördern.

Im EE-Ansatz wird die Idee der „integrativen Familienarbeit in Kindertagesstätten“ in lebendige Praxis umgesetzt. Integrative Familienarbeit heißt konkret:

  • Eltern einbeziehen in die Bildungs- und Entwicklungsprozesse ihrer Kinder,
  • Eltern ernst nehmen als Experten und als die ersten Erzieher ihrer Kinder,
  • Kindertagesstätten umgestalten zu Zentren, in denen Kinder, Eltern und Mitarbeiterinnen gemeinsam lernen.

Early Excellence ist kein Elitebegriff, sondern geht davon aus, dass jedes Kind, jeder Mensch exzellent, also einzigartig ist. Mit Early Excellence werden bereits in Kindergärten Grundlagen dafür geschaffen, dass auch Kinder aus schwachen Verhältnissen gleiche Bildungschancen erhalten. Dazu gehört vor allem die Zusammenarbeit mit Eltern, die ermutigt werden, die Bildungsprozesse ihrer Kinder zu begleiten. Darüber hinaus wird den Eltern ermöglicht, sich bei Bedarf weiterzubilden und ihre eigenen sozialen Netzwerke aufzubauen.

Nur wenn Eltern in Bildungsprozesse einbezogen werden, haben auch ihre Kinder Bildungschancen. Bei Early Excellence geht es vor allem darum, den Eltern zu vermitteln, wo die Potenziale ihrer Kinder liegen. Hierfür werden die Kinder beobachtet, und die Beobachtungen werden für die Eltern - auch mit Foto- und Videoaufnahmen - dokumentiert. Außerdem öffnet sich die KiTa nach außen und vernetzt sich mit Kooperationspartnern. Sie bietet in einem Familienzentrum Beratungs-, Weiterbildungs- und Freizeitangebote für Familien an.

Ganz wichtig aber ist, dass die Professionalisierung der Erzieher und Erzieherinnen aus der Praxis heraus unterstützt wird. Die Mittel der Stiftung fließen daher auch insbesondere in Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen. Mittlerweile arbeiten in Deutschland mehr als 500 Einrichtungen nach dem EE-Konzept, das auf dem Land und in der Stadt, in bürgerlichen Vierteln und sogenannten sozialen Brennpunkten funktioniert.

Das EE-Netzwerk wird von Fachberatern und Fachberaterinnen der Stiftung begleitet und unterstützt (siehe Kontakt). Mehr Informationen zum Thema Early Excellence finden Sie in dieser Broschüre.

Kinder vor dem Abrutschen zu bewahren, ist besser, als sie später mit viel Mühe wieder in die Gesellschaft zu integrieren.

Heinz Dürr

Aktuelles

Die Stiftung fördert in Kooperation mit der Hochschule Esslingen ein "Promotionskolleg Frühkindliche Bildung". Die Forschungsschwerpunkte der Promovendinnen und Promovenden sollen auf wissenschaftliche Themenstellungen im Zusammenhang mit Early Excellence ausgerichtet sein. Ziel des Promotionskollegs ist es zum einen, den wissenschaftlichen Nachwuchs auf dem Gebiet der Elementar- und Kindheitspädagogik zu fördern und zum anderen, durch eine wissenschaftlich fundierte Auseinandersetzung mit dem noch sehr jungen Ansatz dessen qualitative Weiterentwicklung voranzutreiben. Im Rahmen der Erstellung einer Dissertation werden für die Forscher und Forscherinnen auch Praxiskontakte vermittelt . Bei Interesse erfahren Sie mehr auf der Homepage der Hochschule Esslingen.