Institut für Energieeffizienz

Die nachhaltige Energiewende in Deutschland wird nur erfolgreich umsetzbar sein, wenn es gelingt, Wohlstand und ökonomisches Wachstum vom Energieverbrauch zu entkoppeln. Deshalb unterstützt die Heinz und Heide Dürr Stiftung gemeinsam mit der Karl Schlecht Stiftung die Forschung im Bereich Energieeffizienz in der Produktion. Beide Stiftungen übernehmen die Grundfinanzierung des Instituts für Energieeffizienz in der Produktion (EEP), das an der Fakultät für Energie-, Verfahrens- und Biotechnik der Universität Stuttgart angesiedelt und fakultätsübergreifend ausgerichtet ist. Das Institut arbeitet eng mit einer Projektgruppe des Fraunhofer IPA zusammen, dessen Leiter Prof. Thomas Bauernhansl bis zur Berufung eines neuen Professors zunächst als Gründungsdirektor und Kommissarischer Leiter fungiert.

Das EEP hat neben einschlägiger Grundlagenforschung die Aufgabe, die Politik auf Bundes- und Europaebene zu beraten. Es veröffentlicht daher regelmäßig Reports zum Stand der Energiewende mit dem Fokus auf Energieeffizienz in der Industrie. Unterschiedliche Veranstaltungsformate des Instituts sollen das Thema permanent in der öffentlichen und politischen Diskussion halten. Im Sommer 2016 findet der 4. Effizienz-Gipfel in Stuttgart statt. Weitere Ziele des EEP sind die Entwicklung und Förderung effektiver Technologien zur Energieeffizienz sowie die Integration des Themas in die universitäre Lehre.

Für das EEP wurde ein Beirat gegründet, der sich aus Meinungsbildnern der Politik, Gesellschaft und Industrie zusammensetzt. Er hat die Aufgabe, das EEP bei strategischen Fragestellungen und in der Kommunikation zu unterstützen. Dem Institutsbeirat gehören Persönlichkeiten an wie Prof. Klaus Töpfer, UNO-Beauftragter für Umweltschutz, Stefan Kohler, ehemaliger Leiter der Deutschen Energie-Agentur DENA und Professor Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer Gesellschaft.

Mehr Informationen finden Sie auf der Website des Instituts

In der Energiepolitik wird bisher die Angebotsseite weit mehr diskutiert und gefördert als die Nachfrageseite. Die Energiewende kann ohne Energieeffizienz aber nicht wirklich erfolgreich sein.

Heinz Dürr

Aktuelles

Der 4. Effizienz-Gipfel des EEP:  FlexEfficiency - was ist möglich?
Der 4. Effizienz-Gipfel am 13. Juni 2016 im Fraunhofer-Institutszentrum in Stuttgart-Vaihingen stand unter der Leitfrage: Brauchen wir mehr Effizienz oder mehr Flexibilität? Denn die Flexibilisierung der Energienachfrage ist für die Hälfte der Unternehmen auch zukünftig ein relevantes Thema. Dies hat der aktuelle EEP-Energieeffizienzindex ergeben, der vorab auf dem Effizienz-Gipfel des EEP vorgestellt wurde. Der Index zeigte auch, dass die Erwartungen, Effizienzsteigerungen zu erzielen, wieder steigen. „Ein gutes Zeichen,“ so EEP-Institutschef Alexander Sauer, „zuletzt waren für die Zukunft keine Effizienzsteigerungen erwartet worden." Mehr...

Sommerumfrage Energieeffizienz-Index 2016
Nur 12 Prozent der Unternehmen stellen Investitionen in Energieeffizienz aufgrund niedriger Energiekosten zurück. Das hat die Sommererhebung des Energieeffizienz - Index des EEP ergeben, an der 637 Unternehmen teilnahmen. Seit 2013 werden halbjährlich aktuelle und geplante Aktivitäten der deutschen Industrie zur Energieeffizienz erhoben. Eine Veröffentlichung der Ergebnisse des Sommer-Indexes finden Sie hier.

1. Meta-Studie des EEP erschienen
Diese Metastudie des EEP unterzieht die Energieeffizienz in der Bundesrepublik einer kritischen Bewertung. Die analysierten Untersuchungen zeigen, dass die vielfältig existierenden Einsparpotenziale oftmals hochrentabel und somit abseits von reinen Nachhaltigkeitsbetrachtungen für Unternehmen interessant sind. Mehr...